ECSIT 

 

Motivation

Hintergrund des Projekts ist das den SAFE Port Act ersetzende US-amerikanische H.R.1 Gesetz, das allgemein als 100% Scanning Gesetz bezeichnet wird. Danach dürfen ab 2012 in den USA keine Container mehr aus dem Ausland importiert werden, die nicht zuvor im Abgangshafen gescannt, d.h. auf Radioaktivität untersucht und durchleuchtet worden sind. Wann und wie das H.R.1-Gesetz umgesetzt wird, hängt von den Beschlüssen des US-Kongresses über die Anwendung von Ausnahmebestimmungen sowie von möglichen Gesetzesänderungen ab. Zudem lässt das Gesetz noch viele Detailfragen offen. Eine Verschiebung auf den 1. Juli 2014 hat bereits stattgefunden.

Durch die gestiegene globale Bedrohung durch Terrorismus und organisierte Kriminalität einerseits und das starke Wachstum des weltweiten Warenverkehrs andererseits ist der Bedarf an Sicherheitslösungen in der Warenkette stark angewachsen. Ziel des Projektes ist daher ein ganzheitliches Konzept unter Einbeziehung aller Aspekte, wie z.B. Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten, Gesetzeslage (national und international), Abläufe und Prozesse, Kosten und Technologien, um die geforderten Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren und gleichzeitig die Abläufe und die Sicherheit im Hafen möglichst zu gewährleisten.

Rund ein Viertel aller Container, die von Europa in die USA exportiert werden, werden über Bremerhaven umgeschlagen. Knapp 25% des Gesamtumschlags in Bremerhaven wird in die USA verschifft. In dieser starken Relation zu Amerika ist Bremerhaven als Testumgebung für ECSIT begründet.

Exportranking 2007 (in TEU) Europa Richtung USA (Quelle: ISL)