ECSIT 

 

Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen

Universität Bremen
Fachbereich Rechtswissenschaft
Universitätsallee GW1
28359 Bremen

Der Fachbereich Rechtswissenschaft existiert an der Universität Bremen als eigener Studiengang seit 1982. Neben dem Ausbildungsziel Staatsexamen, das noch immer als einziges den Zugang zu klassischen juristischen Berufen wir Richter/in, Rechtsanwalt/anwältin oder Staatsanwalt/anwältin sichert, bietet der Fachbereich Rechtswissenschaft im Rahmen der Hanse Law School auch Bachelor- und Masterstudien an. Darüber hinaus bilden wir auch ausländische Studierende im deutschen Recht aus und bieten die Rechtswissenschaft als Studium im Nebenfach an. Das Profil des Fachbereichs Rechtswissenschaft bildet insbesondere seine internationale und interdisziplinäre Ausrichtung.

Prof. Dr. Gralf-Peter Calliess, verantwortlicher Leiter der an ECSIT beteiligten Projektgruppe des Fachbereichs Rechtswissenschaft, ist seit Sommer 2007 Professor an der Universität Bremen. Er lehrt und forscht in den Bereichen des Privatrechts, des internationalen Handels- und Wirtschaftsrechts, sowie im Bereich der Rechtstheorie. Professor Calliess ist Leiter des Projekts „Verfassung des globalen Handels“ am DFG geförderten Bremer Sonderforschungsbereich 597 „Staatlichkeit im Wandel“. Außerdem ist Professor Calliess Richter am Hanseatischen Oberlandesgericht Bremen und stellvertretender Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaft.

Die Projektgruppe um Professor Calliess untersucht derzeit rechtswissenschaftliche Fragestellungen bezüglich des von der US-amerikanischen Regierung geforderten 100% Containerscannings. Dabei geht es um den Erlass der „House Resolution No. 1: Implementing Recommendations of the 9/11 Commission Act of 2007“ (Public Law 110-53 – kurz H.R. 1 –). Dieses Gesetz schreibt im 17. Titel vor, dass ab dem 01.07.2012 alle Seefrachtcontainer, die in einem amerikanischen Hafen anlanden, zuvor im Ausgangshafen vollumfänglich durchleuchtet und auf Radioaktivität hin überprüft werden sollen. Ziel dieser Maßnahme ist es, waffenfähiges Material erkennen und abfangen zu können und den US-amerikanischen Bürgern einen Zugewinn von Sicherheit zu garantieren. Ein derartiges 100% Scanning für eine Vielzahl von Containern kann aber derzeit noch nicht durchgeführt werden, weil Geräte noch nicht existieren, die einen hohen Durchsatz von Seefrachtcontainern gewährleisten können. Weil Bremerhaven den größten Anteil an Frachtcontainern mit Ziel USA in ganz Europa hat, ist das Bundesland Bremen vom H.R. 1 Gesetz besonders stark betroffen. Mit finanzieller Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat sich ein Konsortium aus wissenschaftlichen Einrichtungen, unter anderem die Professur Calliess, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen zusammengefunden, um die Machbarkeit des 100% Scannings zu untersuchen.